"Wir arbeiten im Moment mit über 100 Kliniken und Praxen zusammen, die uns über Jahre die Bilder entweder per Taxi oder über den Postweg zugeschickt haben."

Prof. Dr. med. Michael Forsting, Universitätsklinikum Essen

Pressemitteilung: Der Westdeutsche Teleradiologieverbund unterstützt die PROBASE-Studie

P R E S S E M I T T E IL U N G

Bochum, 19.05.2014

Der Westdeutsche Teleradiologieverbund unterstützt die PROBASE-Studie

Untersuchungen aus Heidelberg, München, Hannover und Düsseldorf werden anonymisiert per DICOM E-Mail übertragen

Seit diesem Monat unterstützt derWestdeutsche Teleradiologieverbund im Rahmen des Projektes TeBiKom.Ruhr diebundesweite PROBASE Studie. Mit der Bereitstellung der Plattform desWestdeutschen Teleradiologieverbundes können die an der Studie beteiligten Einrichtungen,das Universitätsklinikum Düsseldorf, die Medizinische Hochschule Hannover, das Universitätsklinikumrechts der Isar München und das Deutsche Krebsforschungszentrum in HeidelbergBilddaten untereinander austauschen. Die Vernetzung mittels der etabliertenDICOM-E-Mail-Plattform ermöglicht so die Versendung aller Bilddaten aus denZentren in Heidelberg, Hannover und München an das Studienzentrum inDüsseldorf, wo alle MRT-Untersuchung einer Referenzbefundung unterzogen werden.

Marcus Kremers, Geschäftsführerder MedEcon Telemedizin GmbH, die den Westdeutschen Teleradiologieverbund imdritten Jahr managt, sieht in der Unterstützung der PROBASE-Studie auch dieMöglichkeit, die Anwendungsszenarien des Westdeutschen Teleradiologieverbundesweiter zu erweitern und zu spezialisieren. „Dadurch, dass der Verbund nicht nurin einzelnen Fachdisziplinen wie Unfallchirurgie, Kardiologie, Neurologie,Neurochirurgie, Radiologie und anderen eingesetzt werden kann, sondern auch fürStudien und Forschungsarbeiten, steigert sich der Nutzen dieses Netzwerkes fürdie teilnehmenden Eirichtungen noch einmal. Mit der möglichenad-hoc-Kommunikation in einem Verbund von über 100 Einrichtungen macht das aufDICOM E-Mail basierende System oftmals spezielle Systeme und Einzelverbindungenüberflüssig und spart den Kliniken somit Aufwand und Kosten" so Kremers, derauf die Erfahrung von über 100.000 versendeten Untersuchungen im Verbundzurückblicken kann.

Prof. Dr. Gerald Antoch, Leiterder Referenzradiologie im Rahmen der PROBASE-Studie, der bereits 2012 denAnschluss des Universitätsklinikums Düsseldorf an den WestdeutschenTeleradiologieverbund auf den Weg gebracht hatte, zeigt sich auch weiterhin vomNutzen eines solchen Netzwerkes überzeugt. „Wir kommunizieren bereits regelmäßigmit rund 20 Einrichtungen über das Netzwerk und sehen darin eine sinnvolle,weil vor allem einfache, sichere und schnelle Lösung, die nicht nur in derRadiologie genutzt wird."

Mit der PROBASE-Studie wollen dieWissenschaftler herausfinden, ob abhängig von der Höhe eines einmaligbestimmten PSA-Werts ein dem individuellen Risiko angepasstes Vorgehen bei derProstatakrebs-Früherkennung möglich ist. Zudem soll die Studie zeigen, welchesdas optimale Alter für die Bestimmung eines ersten PSA-Werts ist und in welchenIntervallen weitere Untersuchungen erfolgen sollten (www.probase.de).

Mit dem im September 2012gestarteten Verbundprojekt TeBiKom.Ruhr („TeBiKom" für telemedizinischeBilddatenkommunikation), welches von der EU und dem Ministerium für Gesundheit,Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert wird, sollenmit Hilfe der Teleradiologie konkretere Verbesserungen in der regionalenGesundheitsversorgung und Gesundheitsforschung erzielt werden (www.tebikom.de).

MedEcon Telemedizin GmbH ist eine 2012 gegründete Gesellschaft zurVernetzung medizinischer Einrichtungen. Auf Basis der DICOM E-MailStandardempfehlung der Deutschen Röntgengesellschaft wurde auf Initiative vonMedEcon Ruhr zunächst im Teleradiologieverbund Ruhr Kliniken und Praxen derGesundheitsregion Ruhr die Möglichkeit gegeben, herstellerneutral undbarrierefrei untereinander Bilddaten (Untersuchungen) auszutauschen. ImNovember 2013 wurde der Verbund in Westdeutscher Teleradiologieverbundumbenannt. Mittlerweile gehören über 100 Einrichtungen aus ganz NRW sowieeinigen in anderen Bundesländern dem Netzwerk an.

Ansprechpartner: MarcusKremers, MedEcon Telemedizin GmbH, Universitätsstraße 136, 44799 Bochum,Telefon: 0234 97836-36, E-Mail: m.kremers@medecon-telemedizin.de
Weitere Infos: http://www.medecon-telemedizin.de

Aktuelles

24.04.17 | Nachrichten

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Auf der conhIT in Berlin erwartet der Westdeutsche Teleradiologiebverbund weitere Interessenten, um das Netzwerk schon bald auf über 300 Teilnehmer erweitern zu können. Drei neue Teilnehmer werden für diesen Schritt symbolisch prämiert. » weiter

21.04.17 | Nachrichten

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06.04.17 | Nachrichten

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Facharztkommunikation

Der bilderstellende Arzt kann die Patientenaufnahmen dem zuweisenden Facharzt zeitnah per DICOM E-Mail zusenden, so dass dieser schnell die weiteren Maßnahmen einleiten kann. Dies führt zu Zeitersparnis und einer höheren Patientenzufriedenheit.

Heimarbeitsplatz

Mittels der Teleradiologieverbund-Plattform können Befundarbeitsplätze außerhalb der Klinik bzw. Praxis eingerichtet werden. So können z.B. Mitarbeiter, die aus familiären Gründen zu Hause seinmüssen, in gewohnter Arbeitsplatzumgebung und Ausstattung beteiligt werden. Dies kann vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung und familiengerechten Arbeitsbedingungen für den Arbeitgeber eine wertvolle Option sein.

Verlegungsbegleitende Bildübermittlung

Bei der Verlegung eines Patienten in eine andere Klinik oder in eine Reha-Einrichtung könnenvorhandenen Bilddaten per DICOM E-Mail die aufnehmende Klinik und Fachabteilung noch vor dem Patienten erreichen. Somit können eine lückenlose Behandlung gewährleistet und Doppeluntersuchungen vermieden werden.

Bereitstellung von Voruntersuchungen

Wichtige und hilfreiche Voruntersuchungen stehen im Bedarfsfall oft nicht zur Verfügung und können kurzfristig nicht beschafft werden. Im Teleradiologieverbund Ruhr können diese umgehend angefordert, versendet und empfangen werden. Damit ist eine schnellere und bessere Behandlung des Patienten möglich.